Renommierter Körber Preis für Zellforscherin Wickström
Die Zellbiologin Sara Wickström erhält in diesem Jahr den Körber Preis für Europäische Wissenschaft. Die Finnin forscht am Max Planck Institut für molekulare Biomedizin in Münster seit mehr als 20 Jahren in Deutschland zu Zellen und den Folgen von mechanischem Druck, Ziehen und Zerren.
Wickström und ihr Team haben gezeigt, dass sich bei solcher Belastung nicht nur das Äußere der Zellen verändert, sondern auch Vorgänge im Inneren. Markierungen am Erbgut und die Aktivität von Genen reagieren schneller als lange angenommen, teils innerhalb von Minuten. Ihre Arbeit gilt auch für die Krebsforschung als wichtig, etwa wenn Tumore auf umliegendes Gewebe drücken.
Der Preis ist mit einer Million Euro dotiert und wird im Hamburger Rathaus verliehen. Wickström will das Geld nutzen, um zu erforschen, ob Zellen ein Gedächtnis für Verletzungen und mechanische Belastungen entwickeln.
