Wie Wolfgang Kubicki die FDP retten will
Wolfgang Kubicki will die FDP aus dem Umfragetief holen und stellt sich Ende Mai als Vorsitzender zur Wahl. Er setzt auf klare Worte, mehr Sichtbarkeit und öffentliche Auftritte, um die Partei nach dem Auszug aus dem Bundestag 2025 wieder stärker ins Gespräch zu bringen. Nach eigenen Worten übernimmt er, weil die Partei mit der bisherigen Führung unzufrieden gewesen sei.
Kubicki lehnt eine Brandmauer zur AfD ab und plädiert stattdessen für Abgrenzung. Er sagt, er rede auch mit AfD Vertretern und wolle die FDP als starke Kraft der Freiheit in der Mitte positionieren. Als Generalsekretär soll ihm Martin Hagen zur Seite stehen.
In der Partei gibt es zugleich Kritik an Kubickis Kurs. Manche fürchten einen Rechtsruck, andere sehen skeptisch, dass er der einzige Kandidat für das Spitzenamt ist. Kubicki selbst sagt, er sei mit 74 Jahren nicht die Zukunft der Partei und könne sich nicht festlegen, wie lange er noch eine führende Rolle spielen werde.
