Zwei Giftspritzen überlebt: Der Fall Christa Pike: Ist humanes Töten überhaupt möglich?
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Zwei Giftspritzen überlebt: Der Fall Christa Pike: Ist humanes Töten überhaupt möglich?

Nach der gescheiterten Hinrichtung der US Amerikanerin Christa Pike mit zwei Giftspritzen ist die Debatte um die Todesstrafe neu entbrannt. Pike überlebte den Versuch und befindet sich in kritischem Zustand. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Hinrichtungen überhaupt human durchgeführt werden können oder ob es allenfalls weniger qualvolle Methoden gibt.

Die US Rechtsprofessorin Corinna Barrett Lain hält die Giftspritze vor allem für ein Verfahren, das einen humanen Tod nur vortäuscht. Mediziner wie Joel Zivot und Gail van Norman verweisen darauf, dass bei Betroffenen extreme Atemnot oder das Gefühl des Ertrinkens auftreten könne. Andere Experten sehen unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit eines weitgehend schmerzfreien Todes.

Eine einheitliche Antwort gibt es in der Fachdebatte nicht. Auch bei anderen Hinrichtungsmethoden wie Stickstoff, Hängen, elektrischem Stuhl oder Gaskammer bleibt umstritten, ob Leiden zuverlässig ausgeschlossen werden kann. Große medizinische Organisationen lehnen eine Beteiligung von Ärzten an Hinrichtungen ab.

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