Zuckersteuer und Abnehmspritze: Maßnahmen gegen Adipositas
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Zuckersteuer und Abnehmspritze: Maßnahmen gegen Adipositas

In Deutschland sind jedes sechste Kind sowie mehr als die Hälfte der Frauen und zwei Drittel der Männer übergewichtig. Nach Angaben des Robert Koch Instituts ist der Anteil fettleibiger Menschen zwischen 2003 und 2023 von zwölf auf knapp 20 Prozent gestiegen. Als Gründe gelten unter anderem Armut, Fertigprodukte und hohe Preise für gesunde Lebensmittel.

Die Bundesregierung setzt bei der Bekämpfung von Adipositas auf eine Ernährungsstrategie mit knapp 90 Maßnahmen, darunter den Nutri Score und Empfehlungen für Kantinen und Schulen. Ab 2028 sollen für stark zuckerhaltige Getränke höhere Steuern fällig werden. Die Lebensmittel und Zuckerindustrie kritisiert das Vorhaben und spricht von Bevormundung.

Auch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse wird diskutiert, ist aber nicht Teil des jüngsten Reformpakets. Zudem bleibt ein Gesetzentwurf für strengere Werbebeschränkungen bei ungesunden Lebensmitteln bisher ohne Erfolg. Die Abnehmspritze wird ebenfalls als Möglichkeit gesehen, ist aber teuer, kann Nebenwirkungen haben und muss in der Regel dauerhaft angewendet werden.

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