Zahl der Kindeswohlgefährdungen 2025 deutlich gestiegen
Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland ist 2025 erneut deutlich gestiegen und erreichte mit 79.800 gemeldeten Fällen einen neuen Höchststand. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Seit Beginn der Erhebung 2012 hat sich die Zahl damit mehr als verdoppelt. Auch die Verdachtsmeldungen nahmen zu und stiegen um zwölf Prozent auf 268.300 Fälle.
Am häufigsten stellten die Behörden Anzeichen von Vernachlässigung fest. Dahinter folgten psychische und körperliche Misshandlungen, Hinweise auf sexuelle Gewalt wurden in fünf Prozent der geprüften Fälle gefunden. In fast drei Vierteln der Fälle ging die Gefährdung von Vater oder Mutter aus. Gut die Hälfte der betroffenen Kinder war höchstens acht Jahre alt. In 91 Prozent der Fälle wurden Hilfe oder Schutzmaßnahmen vereinbart.
