UN Bericht: Erde steuert auf 2,8 Grad Erwärmung zu
Die Erde steuert nach einem Bericht der Vereinten Nationen auf eine Erwärmung von 2,8 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu, wenn die Regierungen beim Klimaschutz so weitermachen wie bisher. Das eigentlich vereinbarte 1,5 Grad Ziel wird nach Einschätzung von UN Generalsekretär António Guterres nicht mehr eingehalten werden können.
Guterres verwies auf bereits verheerende Folgen der Erderwärmung mit Überschwemmungen, Hitzewellen, Waldbränden, Todesopfern und wirtschaftlichen Schäden. Zugleich betonte die UN, dass Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien zu erkennen seien. Seit dem Pariser Abkommen seien die Kapazitäten im Bereich erneuerbarer Energien und Stromerzeugung dreimal schneller gewachsen als erwartet, der Ausbau von Photovoltaik sogar siebenmal schneller.
Der UN Bericht sieht die Emissionslücke inzwischen als Führungsproblem. Selbst mit den bisherigen Klimaplänen der Staaten ließe sich die Erwärmung nur auf 2,1 Grad begrenzen. Vor der Weltklimakonferenz im türkischen Antalya rief Guterres die Staaten dazu auf, schneller zu handeln.
