Zahl der Asylanträge in der EU offenbar deutlich gesunken
In der Europäischen Union sowie in Norwegen und der Schweiz ist die Zahl der Asylanträge in den ersten neun Monaten dieses Jahres offenbar deutlich gesunken. Nach bisher unveröffentlichten Zahlen der EU Asylagentur wurden 452.969 Schutzanträge registriert, rund 24,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Deutschland liegt bei den Zielländern inzwischen auf Platz drei. Hier wurden seit Januar 70.257 Schutzanträge gestellt. Vor Deutschland liegen Frankreich mit 98.822 und Italien mit 78.496 Anträgen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht darin einen Beleg dafür, dass Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene wirken.
Die meisten Antragsteller in Deutschland kamen aus Afghanistan, gefolgt von Syrien und der Türkei. In der EU plus Norwegen und Schweiz stammten die meisten Asylsuchenden ebenfalls aus Afghanistan, danach folgten Venezuela und Bangladesch.
