Wieder fremdenfeindliche Proteste in Südafrika: aus dem Ausland gesteuert?
In Südafrika hat es erneut fremdenfeindliche Proteste gegeben. Aufgerufen dazu hatte wieder die Organisation March and March. Ihre Gründerin Jacinda Ngobese Zuma führte einen Protestzug in Pinetown nahe Durban an. Die Demonstrierenden forderten mehr Jobs für arbeitslose Südafrikanerinnen und Südafrikaner und verlangten, dass Lieferdienste keine Ausländer mehr beschäftigen.
Anders als zuletzt verliefen die Kundgebungen zunächst weitgehend friedlich. Die Teilnehmerzahlen gehen landesweit offenbar zurück. Die Sicherheitsbehörden hatten vorab ein hartes Vorgehen angekündigt, falls es zu Gewalt kommt. Der Polizeiminister warnte die Demonstrierenden, keine Personenkontrollen oder Durchsuchungen von Häusern und Geschäften vorzunehmen.
March and March verlangt inzwischen Polizeischutz für seine Anführer. Anfang Juli war ein Vorstandsmitglied bei einem Überfall in der Nähe von Johannesburg erschossen worden. Zugleich geht die Ausreisewelle weiter. Die Organisatoren wollen bis zu den Kommunalwahlen im November jede Woche neue Demonstrationen veranstalten.
