Wie subversiv ist Kinderfernsehen heute noch?
Kinderfernsehen sorgt immer wieder für Irritationen, weil es oft aus der Perspektive von Kindern erzählt und damit auch Erwachsene herausfordert. Ein Beispiel ist Peppa Wutz, deren harmlose Geschichten in China zeitweise unter Zensur gerieten. Medienwissenschaftlerin Maya Götz sieht darin vor allem die kindliche Sicht auf die Welt, die Erwachsene als provokant empfinden können.
Auch die Sesamstraße steht seit Jahrzehnten für diese Form von Kinderfernsehen. Die Sendung sollte ursprünglich Kinder aus benachteiligten Familien fördern und ihnen Grundlagen vermitteln. Im Lauf der Jahre gerieten ihre Macher immer wieder ins Visier politischer Kritik, unter anderem auch wegen Darstellungen von Donald Trump als Ronald Grump.
Als subversiv gelten zudem neuere Formate wie Teen Titans Go! oder Salish and Jordan Matter, in denen Kinder selbst bestimmen, Autoritäten infrage stellen und Erwachsene austricksen. Für Fachleute liegt gerade darin der besondere Reiz des Kinderfernsehens.
