Wie sich Armut in Deutschland immer stärker verfestigt
Armut verfestigt sich in Deutschland nach Einschätzung von Forschern immer stärker. Mehr als 13 Millionen Menschen gelten als armutsgefährdet, darunter viele ältere Menschen. Besonders betroffen sind alleinlebende Frauen, die oft Care Arbeit übernommen haben und deshalb wenig für die Rente einzahlen konnten. Rund 20 Prozent der Menschen über 65 Jahren sind armutsgefährdet, die Zahl steigt.
Ein Beispiel ist die 71 Jahre alte Regina Brieler aus Münster. Sie hat heute weniger als 300 Euro im Monat zur Verfügung, lebt von kleiner eigener Rente, Wohngeld und Witwenrente und musste auch aus Kostengründen beim Thema Bestattung umdenken. Brieler pflegte über viele Jahre Angehörige und lebte zeitweise von Bürgergeld.
Fachleute sehen es als immer schwieriger an, aus Armut herauszukommen. Studien zufolge leben 25 Prozent der Menschen in prekären Lebenslagen. In Münster Kinderhaus unterstützt ein Nachbarschaftscafé mit sehr günstigem Kaffee und ehrenamtlicher Hilfe Menschen mit wenig Geld.
