Wie Pistorius in Kanada ein Milliardengeschäft anstoßen will
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius reist erneut nach Kanada, um dort über ein milliardenschweres U Boot Geschäft mit dem deutschen Unternehmen TKMS zu sprechen. Das Land soll seine U Boot Flotte erneuern, auch um seinen Aufgaben in der NATO nachzukommen. Deutschland und Norwegen hoffen auf eine Ausweitung der bereits bestehenden Kooperation auf Kanada.
Die Bundesregierung verbindet mit dem Vorhaben auch strategische Ziele. Im Bündnis gilt die Vereinheitlichung von Waffensystemen als wichtig, weil unterschiedliche Systeme als Schwäche gesehen werden. Neben dem deutschen Angebot gibt es Konkurrenz aus Südkorea, das schnellere und womöglich günstigere Lieferungen in Aussicht stellt.
Pistorius besucht in Ottawa die Sicherheitsmesse CANSEC, trifft mehrere kanadische Minister und besucht Unternehmen, die für die Zusammenarbeit relevant sein könnten. Die Entscheidung in Kanada soll bald fallen, womöglich noch vor dem NATO Gipfel Anfang Juli in Istanbul. Ein Geschäft über zwölf neue U Boote im Wert von rund 37 Milliarden Euro würde Kanada finanziell entlasten.
