Wie kann man helfen? Demenz Betroffene werden in der Öffentlichkeit immer sichtbarer
Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt, und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass Betroffene im öffentlichen Raum auffallen und Hilfe benötigen. Fachleute berichten, dass viele Menschen unsicher sind, wie sie reagieren sollen. Typische Anzeichen können Orientierungslosigkeit, unpassendes Verhalten oder falsche Kleidung sein. Auch Schmerzen, Kälte oder Hitze werden von Betroffenen oft erlebt, aber nicht richtig eingeordnet oder mitgeteilt.
Experten raten dazu, hinzusehen und einzugreifen. Wenn sich eine hilflose Person nicht an Angehörige wenden kann und keine Orientierung mehr hat, ist in solchen Fällen die Polizei unter 110 ein möglicher Ansprechpartner, im Zweifelsfall gilt der Notruf 112 als bessere Wahl. Wichtig sei, ruhig zu sprechen, die Würde der betroffenen Person zu wahren und nicht nur offensichtliche Defizite anzusprechen.
Zugleich verweisen Fachleute auf die demografische Entwicklung. Immer mehr Menschen leben allein, die Bevölkerung altert, und die Zahl der Demenzfälle könnte bis 2060 von 1,3 auf 2,1 Millionen steigen. Gefordert wird deshalb eine sorgende Gesellschaft mit mehr Aufmerksamkeit, Beratung und Unterstützung.
