Wie Gentrifizierung einen kleinen Ort in der Uckermark verändert
Der kleine Ort Gerswalde in der Uckermark hat durch den Zuzug von Berlinerinnen und Berlinern an Leben und Kaufkraft gewonnen. Cafés, Galerien und Ferienwohnungen prägen inzwischen Teile des Dorfes, zugleich steigen die Preise bei Hausverkäufen. Alteingesessene weichen teils auf wenige Mietwohnungen aus, während sich die Zahl der Bewohner in Ortsteilen wie Groß Fredenwalde deutlich verringert hat.
In einem ehemaligen Gutshaus entstanden 20 Ferienwohnungen, auch andere Gebäude werden touristisch genutzt. Die Entwicklung sorgt nicht nur für neue Angebote, sondern auch für Spannungen zwischen Zugezogenen und Einheimischen. So gibt es Diskussionen über einen geplanten Solarpark, der aus Sicht einiger Neuzugezogener den Blick ins Grüne beeinträchtigen könnte.
Gleichzeitig entstehen im Ort auch gemeinsame Projekte. Eine renovierte alte Feuerwache dient als Begegnungsort, dort probt auch der Dorfchor. Der stellvertretende Bürgermeister betont, dass der Ort für junge Menschen und den Erhalt von Schule und Infrastruktur Kompromisse eingehen müsse.
