Renteneintritt: Länger arbeiten trotz regional unterschiedlicher Lebenserwartung?
In der Debatte über eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung verweist die Linke auf deutliche regionale Unterschiede in Deutschland. Zahlen des Arbeits und Sozialministeriums zeigen, dass sich die Lebenserwartung je nach Bundesland und Geschlecht unterschiedlich entwickelt hat.
Bei Männern über 65 Jahren ist sie im Westen zuletzt leicht gestiegen, im Osten hingegen gesunken. In Baden Württemberg leben Männer in diesem Alter am längsten, in Sachsen Anhalt am kürzesten. Auch bei Frauen gibt es Unterschiede: In Sachsen stieg die Lebenserwartung, im Saarland sank sie. Die Linkspartei warnt deshalb vor einer pauschalen Regelung und sieht vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen sowie aus strukturschwachen Regionen benachteiligt.
