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Wie ein Obdachloser vor einer Londoner Luxusvilla lebt

Im Londoner Nobelviertel Knightsbridge lebt der Schwede Anders Fernstedt seit mehr als drei Jahren in der Vorhalle einer Luxusvilla. Das Gebäude in der Rutland Gate 2 bis 8A galt 2020 mit einem Verkaufspreis von 210 Millionen Pfund als Londons teuerstes Wohnhaus, steht aber seitdem leer.

Fernstedt hatte sich nach einer schwierigen Lebensphase auf der Straße dort eingerichtet. Inzwischen schläft er das ganze Jahr über draußen, geschützt von einem großen Sonnenschirm, und hat sich mit Matratzen, Bettzeug, Pflanzen, Spielzeug und gespendeten Gegenständen ein provisorisches Zuhause geschaffen. Er versorgt sich über ein Netzwerk aus Bäckereien, Cafés und Blumenläden sowie über eine Obdachlosenhilfsorganisation im Stadtteil Victoria.

Nach Schätzungen der Hilfsorganisation Crisis gelten in Großbritannien mehr als 200000 Menschen als wohnungslos. In London wurden zwischen April und Juni 4392 Menschen erfasst, die auf der Straße schliefen, vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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