Industrieunglück in China fordert mindestens 28 Todesopfer in Schuhfabrik
In einer Schuhfabrik in der ostchinesischen Provinz Fujian sind mindestens 28 Menschen bei einem Brand ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Stadt Jinjiang, als sich zum Zeitpunkt des Feuers 239 Personen im Gebäude befanden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
Videos, die in den Staatsmedien veröffentlicht wurden, zeigen Menschen, die sich auf das Dach des mehrstöckigen Fabrikgebäudes retten, während dicker Rauch aus dem Gebäude dringt. Berichten zufolge versperrten Kartons die Fluchtwege, was die Evakuierung erschwerte.
Die Region Fujian ist ein bedeutendes Zentrum der chinesischen Schuhindustrie, wo etwa 20 Prozent der weltweiten Sportschuhproduktion stattfinden. Trotz strenger Sicherheitsauflagen kommt es in China immer wieder zu schweren Industrieunglücken. Oft sind mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen oder die Missachtung von Vorschriften die Ursachen.
Erst im Mai dieses Jahres starben 37 Menschen bei einer Explosion in einer Feuerwerksfabrik in der zentralchinesischen Provinz Hunan. Die aktuellen Ereignisse werfen erneut Fragen zur Einhaltung von Sicherheitsstandards in der Industrie auf.
