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Wie ein Obdachloser vor einer Londoner Luxusvilla lebt

Im Londoner Nobelviertel Knightsbridge lebt der Schwede Anders Fernstedt seit mehr als drei Jahren in der Vorhalle einer Luxusvilla am Rutland Gate 2 bis 8A. Vor dem Eingang stapeln sich Pflanzen, Sonnenschirme, Einkaufstaschen und Kinderspielzeug. Fernstedt richtet sich dort mit Matratzen und Bettzeug ein und schläft nach eigenen Angaben das ganze Jahr über draußen.

Das Anwesen wurde 2020 für 210 Millionen Pfund an Hui Ka Yan verkauft, den Gründer des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande. Der Milliardär bezog das Haus nie. Weil die Vermögenswerte seiner Frau eingefroren wurden, befindet sich die Immobilie in einem rechtlichen Schwebezustand.

Fernstedt lebte zuvor in Schweden, den USA und später in England, wo er unter anderem als Journalist arbeitete. Nach einem Rückgang seiner Aufträge in der Corona Zeit geriet er in Notlagen und fand schließlich in London Unterstützung bei Bäckereien, Cafés, Blumenläden und einer Obdachlosenhilfsorganisation. Nach Schätzungen der Hilfsorganisation Crisis gelten in der britischen Hauptstadt mehr als 200000 Menschen als wohnungslos.

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