|

Wie der Klimawandel giftige Wasserfluten im Südsudan verursacht

Im Norden des Südsudan kämpft die Region um Bentiu seit Jahren mit anhaltenden Überschwemmungen, die durch den Klimawandel verstärkt werden. Das Wasser ist vielerorts nicht zurückgegangen und hat sich in den niedrig gelegenen Gebieten ausgebreitet. Zugleich fehlt es an Dämmen, Hochwasserschutz und anderer Infrastruktur, um die Fluten zu bewältigen. Viele Menschen leben in einem großen Lager und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Besonders betroffen ist der Bundesstaat Unity, der wichtigste Ölförderstandort des Landes. Nach einer Analyse standen 2021 während der Überschwemmungen 159 von mehr als 400 Ölquellen unter Wasser. Mehr als 50 Bohrlöcher sollen bis heute überflutet sein. Anwohner und Forscher berichten von verschmutztem Wasser, hohen Belastungen mit Blei und Kohlenwasserstoffen sowie möglichen Folgen für Gesundheit und Umwelt. In Bentiu registriert das Krankenhaus nach Angaben von Hebammen mehr Fehlgeburten und Geburtsfehler bei Kindern aus den Ölfördergebieten.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert