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Wenn Hitze den Atomstrom bremst

Hitze und Niedrigwasser bremsen in Frankreich zeitweise die Atomstromproduktion. Besonders betroffen sind Anlagen an Flüssen, deren Wassertemperaturen bei hohen Temperaturen steigen und deren Pegel sinken. Dann müssen Reaktoren gedrosselt werden, um Grenzwerte einzuhalten und die Gewässer zu schützen.

Im Jahresverlauf bleiben die Ausfälle zwar meist gering, in einzelnen Hitzewochen können sie jedoch deutlich ausfallen. Für den europäischen Strommarkt ist das relevant, weil Frankreich viel Atomstrom erzeugt und einen Teil davon an Nachbarländer liefert. Wenn die Leistung sinkt, gehen die Exporte zurück und die Strompreise können steigen.

Auch Kühltürme machen Kernkraftwerke nicht unabhängig vom Wetter. Frankreich will bei der Modernisierung seiner Anlagen die Folgen des Klimawandels stärker berücksichtigen. Experten erwarten zugleich, dass klimabedingte Einschränkungen bis 2050 deutlich zunehmen könnten.

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