Ungarn und Ukraine einigen sich auf Minderheit, Weg frei in die EU
Ungarn und die Ukraine haben sich nach Angaben von Ministerpräsident Peter Magyar auf eine Vereinbarung zu den Rechten der ungarischen Minderheit in der westukrainischen Region Transkarpatien verständigt. Magyar sprach von einer historischen Einigung und erklärte, die Ukraine wolle den Gebrauch der ungarischen Sprache im Bildungs und Verwaltungsbereich stärker garantieren.
Ein Teil der Rechte besteht bereits im Bildungsbereich. Neu ist nach den Angaben vor allem, dass Minderheitensprachen auch in Verwaltung und öffentlichem Dienst genutzt werden sollen, etwa bei zweisprachigen Ortsschildern und in Behörden. Dies gilt dort, wo eine Minderheit mehr als zehn Prozent der Bevölkerung stellt.
Magyar sagte, wenn die Ukraine die Maßnahmen gesetzlich umsetze, werde Ungarn die ersten Verhandlungskapitel für den EU Beitritt der Ukraine eröffnen. Der Vertreter der ungarischen Minderheit in der Ukraine, Laszlo Zubanics, begrüßte die Vereinbarung als wichtigen Schritt und sprach ebenfalls von einer historischen Entwicklung.
