Warnung vor Hungersnot in Oleschky im Süden der Ukraine
In Oleschky im Süden der Ukraine warnt die ukrainische Militärverwaltung vor einer Hungersnot. Nach Angaben der Leiterin Tetjana Hasanenko werden die Menschen in der von Russland besetzten Stadt seit Ende Mai nicht mehr regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt. Sie spricht von einer kritischen Lage und sagt, die Bevölkerung leide unter Hunger und bereite sich auf einen harten Winter vor.
In der Gemeinde Oleschky, zu der 13 Ortschaften gehören, leben ihren Angaben zufolge noch etwa 6000 Menschen, darunter 180 Kinder. Strom und Gas gebe es seit langem nicht mehr, Wasser müsse aus Brunnen geholt werden. Viele Bewohner decken sich nur noch in den frühen Morgenstunden auf dem Marktplatz mit Lebensmitteln ein oder tauschen Vorräte aus Gärten und Kellern.
Der ukrainische Ombudsmann Dmytro Lubinez spricht von 358 Menschen, die dringend evakuiert werden müssten. Gespräche darüber laufen seit dem Frühjahr, doch Russland habe bislang keine Bereitschaft zur Beteiligung an einer humanitären Operation bekräftigt.
