Wahlen in Serbien: Machtwechsel oder weitere Amtszeit für Vučić?
Kurz vor der Parlamentswahl in Serbien haben in Belgrad rund 200.000 Menschen die Studentenliste Serbien unterstützt und gegen die Regierungspartei von Aleksandar Vučić protestiert. Das oppositionelle Bündnis mit 250 Kandidatinnen und Kandidaten tritt gegen die serbische Fortschrittspartei an, die seit 14 Jahren an der Macht ist.
Ausgelöst wurden die Proteste durch den Einsturz eines Betondachs am Bahnhof von Novi Sad im November 2024, bei dem 16 Menschen starben. Die Studentenbewegung macht den Wahlkampf zu einer Abstimmung über Korruption und Verantwortung. Die Regierungspartei wirbt dagegen mit Stabilität und warnt vor Chaos bei einem Machtwechsel.
Der Wahlkampf war von Gewalt und Vorwürfen der Einschüchterung geprägt. Die Wahlbeobachtungsorganisation CRTA registrierte 116 Vorfälle mit Gewalt oder Drohungen. Umfragen deuten auf ein knappes Ergebnis hin, weshalb nach der Wahl eine Phase politischer Unsicherheit erwartet wird.
