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Wahlen in Serbien: Machtwechsel oder bleibt Vučić im Amt?

Kurz vor der Parlamentswahl in Serbien haben in Belgrad rund 200000 Menschen die Studentenliste Serbien unterstützt und gegen die Regierungspartei von Aleksandar Vučić protestiert. Das oppositionelle Bündnis mit 250 Kandidatinnen und Kandidaten stellt die Macht des populistischen Präsidenten bei der Wahl am Sonntag offen infrage.

Die Studentenbewegung geht aus den seit zwei Jahren andauernden Protesten hervor, ausgelöst durch den Einsturz eines Betondachs am Bahnhof von Novi Sad im November 2024, bei dem 16 Menschen starben. Nach Einschätzung von Politikwissenschaftlern sind die Wahlen erstmals seit Vučićs Machtantritt im Jahr 2012 wirklich umkämpft. Umfragen zufolge könnte die Studentenliste mehr als 40 Prozent der Stimmen erreichen.

Der Wahlkampf war von Gewalt und Vorwürfen der Einschüchterung geprägt. Die Wahlbeobachtungsorganisation CRTA registrierte 116 Vorfälle mit körperlicher Gewalt oder verbalen Drohungen. Zudem berichtete sie von einem deutlichen Ungleichgewicht in der Medienberichterstattung. Viele Menschen erwarten nach der Wahl eine Phase politischer Unsicherheit.

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