Wahl in Sachsen Anhalt: Kleine Parteien als Königsmacher?
Die Landtagswahl in Sachsen Anhalt am 6. September 2026 könnte zur Richtungsentscheidung werden. Die AfD liegt in Umfragen seit Monaten bei mindestens 40 Prozent vorn und hat realistische Chancen, erstmals die absolute Mehrheit zu erreichen. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund könnte damit Ministerpräsident werden, was eine Premiere auf Bundes oder Länderebene wäre, da bislang kein Regierungschef einer als rechtsextrem eingestuften Partei angehört hat.
Neben der AfD gelten nur CDU und Linke als sicher im nächsten Landtag vertreten. SPD, FDP, Grüne und auch das Bündnis Sahra Wagenknecht müssen um den Einzug bangen. Für die Regierungsbildung könnte das entscheidend sein, weil die CDU Koalitionen sowohl mit der AfD als auch mit der Linken ablehnt. Ministerpräsident Sven Schulze hält an diesem Kurs fest.
Die Linke signalisiert dennoch Gesprächsbereitschaft, um eine AfD Regierung zu verhindern. Das BSW könnte mit seinem Verhalten bei der Ministerpräsidentenwahl ebenfalls Einfluss auf das Ergebnis nehmen. Insgesamt deutet vieles auf eine schwierige Regierungsbildung in Sachsen Anhalt hin.
