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Wahl in Sachsen-Anhalt: Juden mit großen Sorgen vor der AfD

Vor der Landtagswahl in Sachsen Anhalt am 6. September äußert Inessa Myslitska, Vorsitzende des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden in Sachsen Anhalt, deutliche Sorge vor einer Landesregierung unter Führung der AfD. Die Partei wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. Myslitska sagt, Antisemitismus und Rechtsextremismus seien für Jüdinnen und Juden in Deutschland weiterhin eine reale Bedrohung.

Der Landesverband vertritt die Gemeinden in Dessau Roßlau, Halle und Magdeburg und damit fast 1300 Menschen jüdischer Abstammung. In Halle erinnert das jüdische Leben bis heute an den Anschlag vom 9. Oktober 2019, bei dem ein rechtsextremer Attentäter zwei Menschen tötete. Seitdem gelten an jüdischen Einrichtungen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, auch die Synagogen in Dessau und Magdeburg stehen unter verstärktem Polizeischutz.

Myslitska kritisiert außerdem AfD Pläne gegen Religionsgemeinschaften und betont, Religionsfreiheit dürfe nicht vom politischen Wohlwollen einer Regierung abhängen. Eine AfD geführte Landesregierung würde nach ihren Worten große Sorge um demokratische Kultur, Minderheitenschutz und offene Gesellschaft auslösen.

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