Schiitische Wallfahrt im Irak: Zwischen Glaube, Politik und Hitze
Millionen schiitische Gläubige pilgern jedes Jahr zur Arba in Feier nach Kerbela im Irak. In diesem Jahr belasten Temperaturen von bis zu 45 Grad die Besucher und die Organisatoren besonders. Zur Abkühlung werden Getränke, Speisen, Sprühnebelanlagen und große Stoffbahnen eingesetzt, außerdem stehen fast 2000 Sanitäter bereit.
Die Wallfahrt ist für viele Gläubige auch politisch aufgeladen. Viele Pilger kommen aus dem Iran, und der Krieg sowie die Lage im Nachbarland sind ein zentrales Thema. Auf Fahnen und Postern ist Ali Chamenei häufig zu sehen, dem die Pilgerfahrt von einigen Teilnehmern gewidmet wird. Zugleich gibt es im Irak auch Stimmen, die mehr Abstand zu Iran fordern und eine Einmischung von außen ablehnen.
Der einflussreiche Geistliche Moqatada Sadr rief die Gläubigen dazu auf, den Irak vor den Ränkespielen der Feinde zu bewahren und am Ende der Feierlichkeiten aufzuräumen.
