Wagenknecht und das BSW: Mit Schlagzeilen im Überlebenskampf
Das BSW steht vor einer schwierigen Phase. Nach dem Scheitern an der Fünf Prozent Hürde bei der Bundestagswahl und der Krise in Brandenburg setzt die Partei vor allem auf Sachsen Anhalt, um politisch relevant zu bleiben. Dort lag sie bei der vergangenen Bundestagswahl mit mehr als elf Prozent noch hinter AfD und CDU auf Platz drei, fällt in Umfragen aber teils unter vier Prozent.
Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Parteiführung betonen ihre Ablehnung einer Brandmauer zur AfD. Politikwissenschaftler Benjamin Höhne sieht trotz klarer Unterschiede zwischen beiden Parteien mehrere Schnittmengen, etwa als Anti Establishment Kräfte.
Für Sachsen Anhalt wirbt das BSW für die Idee einer Expertenregierung, falls die AfD keine absolute Mehrheit erreicht. Wagenknecht schlug außerdem eine öffentliche Debatte mit AfD Chefin Alice Weidel vor. In Thüringen lehnte sie ein Angebot von AfD Chef Björn Höcke ab, Ministerpräsidentin zu werden. Die Aktion brachte ihr jedoch große Aufmerksamkeit, die dem BSW im Wahlkampf helfen soll.
