Aufgebrochene Schließfächer: Prozess gegen Sparkasse Gelsenkirchen beginnt
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Aufgebrochene Schließfächer: Prozess gegen Sparkasse Gelsenkirchen beginnt

Nach dem Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen beginnen vor dem Landgericht Essen die ersten beiden Zivilverfahren gegen das Institut. Einer der Kläger ist Joachim Alfred Wagner, der nach eigenen Angaben Gold als Altersvorsorge und Erbstücke seiner Mutter in seinem Schließfach aufbewahrt hatte. Er beziffert seinen Schaden auf rund 49.000 Euro.

Der Anwalt der Betroffenen, Daniel Kuhlmann, vertritt nach eigenen Angaben inzwischen 650 Geschädigte. Für seine Mandanten kommt er auf einen Schaden von 51,5 Millionen Euro. Rechnet er diese Fälle auf die mehr als 3000 betroffenen Schließfachbesitzer hoch, spricht er von einem Gesamtschaden von über 253 Millionen Euro.

Die Sparkasse weist die Vorwürfe zurück und betont, der Tresorraum sei nach anerkanntem Stand der Technik gesichert gewesen. In dem Verfahren geht es um mögliche Schadenersatzzahlungen. Beim ersten Termin handelt es sich um eine Güteverhandlung. Kuhlmann will zudem eine Musterlösung erreichen, damit nicht jeder Betroffene einzeln klagen muss.

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