Vorgezogene Wahl: Das Kalkül von Spaniens Überlebenskünstler Sánchez
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Vorgezogene Wahl: Das Kalkül von Spaniens Überlebenskünstler Sánchez

Pedro Sánchez hat in Spanien vorgezogene Neuwahlen ausgerufen. Ausschlaggebend dafür war nach jahrelangen politischen Spannungen offenbar auch eine Debatte um den Mieterschutz, die durch die Zwangsräumung einer 87 Jahre alten Frau neue Wucht bekam. Ihr Fall löste in Spanien großen Protest aus und rückte den Wohnungsmarkt in den Mittelpunkt der politischen Diskussion.

Sánchez hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach auf schwierige Lage mit Neuwahlen reagiert. Nach verlorenen Regional und Lokalwahlen 2023 blieb er dank der Unterstützung mehrerer Regionalparteien und des linken Bündnisses Sumar im Amt. Besonders umstritten war dabei seine Annäherung an die katalanischen Separatisten um Carles Puigdemont, einschließlich des angekündigten Amnestiegesetzes.

Im Herbst 2025 zog Puigdemont die Unterstützung für die Regierung zurück. Später geriet Sánchez auch wegen der Lage in der spanischen Exklave Ceuta und wegen Korruptionsvorwürfen im Umfeld seiner Partei unter Druck. Trotz wirtschaftlicher Erfolge und hoher Zustimmung für mehr Mieterschutz entschied er sich nun für Neuwahlen.

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