Hoffnung auf Überlebende nach Erdbeben in Kolumbien nimmt ab
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien schwindet die Hoffnung auf Überlebende. Die Katastrophenschutzbehörde teilte mit, dass die Zahl der Todesopfer auf mindestens 294 gestiegen ist. Außerdem werden 320 Menschen vermisst, fast 4.000 wurden verletzt. Der Schwerpunkt der Rettungsarbeiten verlagert sich inzwischen auf die Bergung von Toten aus den Trümmern.
Das Beben der Stärke 7,4 hatte am Montagmorgen die Region um San José del Palmar erschüttert. Schäden wurden von Buenaventura bis in die Kaffeeanbauregion und in große Städte im Westen des Landes gemeldet. Mehr als zwei Drittel der Todesopfer gab es in Cali und Pereira. Seit dem Hauptbeben wurden 269 Nachbeben registriert.
Für Präsident Abelardo de La Espriella ist die Katastrophe die erste große Bewährungsprobe. Er wurde für sein Krisenmanagement kritisiert und hatte zunächst Hilfsangebote einiger Länder nicht angenommen. Später trafen Rettungsteams aus Israel und den USA ein. De La Espriella bat US Präsident Donald Trump um eine vorübergehende Aussetzung von US Zöllen auf kolumbianische Waren.
