Späte Beisetzung für die Großeltern von Theodor Herzl
In Jerusalem werden die sterblichen Überreste von Simon und Rivka Herzl, den Großeltern von Theodor Herzl, in einer offiziellen Staatszeremonie neben ihm beigesetzt. Die Feier soll von Staatspräsident Izchak Herzog im Beisein von Premierminister Benjamin Netanjahu und weiteren Regierungsvertretern geleitet werden.
Die beiden waren zuvor in Belgrad exhumiert worden, wo sie auf dem jüdischen Friedhof in Zemun ruhten. Bei ihrer Abschiedszeremonie dankte der Vorsitzende der Zionistischen Weltorganisation den serbischen Vertretern für ihre Unterstützung. Serbiens Außenminister erinnerte daran, dass sein Land 1917 als erstes die Balfour Deklaration und das Recht des jüdischen Volkes auf eine eigene Heimstätte unterstützt habe.
Die Familie Herzl hatte sich Mitte des 18. Jahrhunderts in Zemun niedergelassen. Theodor Herzl war in Wien zum Juristen ausgebildet worden, wandte sich dann aber dem Journalismus und der Schriftstellerei zu. Nach der Dreyfus Affäre in Paris kam er zu der Überzeugung, dass Juden nur mit einem eigenen Staat dauerhaft geschützt seien.
