Vom Streit überschattet: Ukraine Wiederaufbaukonferenz in Danzig
In Danzig kommen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen zur jährlichen Ukraine Wiederaufbaukonferenz zusammen. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gilt das Treffen als wichtigstes Forum für Pläne und Vereinbarungen zum Wiederaufbau der Ukraine. Nach Angaben der polnischen Regierung sind 200 bilaterale und internationale Vereinbarungen vorbereitet worden, die vor Ort unterzeichnet werden sollen.
Erwartet werden Delegationen aus mehr als 50 Ländern sowie hochrangige Gäste wie EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt jedoch nicht teil. Hintergrund ist ein Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine, der nach der umstrittenen Ehrung einer ukrainischen Militäreinheit eskalierte. Die Ukraine wird stattdessen von Ministerpräsidentin Julia Sviridenko vertreten.
Polens Vize Entwicklungsminister Michał Baranowski sagte, es gehe um konkrete Summen und um Aufträge, Investitionsgarantien und gemeinsame Projekte. Die Weltbank schätzt den Bedarf für den Wiederaufbau der Ukraine nach mehr als vier Jahren Krieg auf knapp 500 Milliarden Euro.
