Verfassungsschutzbericht: Deutschland steht unter Druck
Das Bundesamt für Verfassungsschutz meldet für das Jahr 2025 fast 59.000 registrierte Straftaten mit extremistischem Hintergrund. Das sind gut 1100 mehr als im Vorjahr. Besonders stark gestiegen sind Gewalttaten, die um rund zehn Prozent auf knapp 3300 zugenommen haben.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt warnt vor einer wachsenden Bedrohung durch ausländische Aktivitäten in Deutschland, Anschlagsvorbereitungen und gewaltbereite Extremisten. Die größte ausländische Gefahr gehe weiter von Russland aus. China und Iran seien vor allem mit Wirtschaftsspionage und Einschüchterung von Exilanten verbunden.
Nach Einschätzung von Dobrindt und Verfassungsschutz Präsident Sinan Selen geht die größte Gefahr für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt vom Rechtsextremismus aus. Die Szene werde jünger, stärker vernetzt und aktionsorientierter. Ein ähnliches Bild zeichnen beide beim Linksextremismus. Auch die AfD steht im Fokus, weil sie in fünf Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft ist.
