Russische Fregatte feuert auf britische Jacht: Starmer mahnt
Nach Warnschüssen einer russischen Fregatte in Richtung eines Segelbootes im Ärmelkanal hat der britische Regierungschef Keir Starmer zu Wachsamkeit aufgerufen. Starmer bezeichnete das Vorgehen der Besatzung der Admiral Grigorowitsch als leichtsinnig und sagte, Russland verhalte sich offenkundig quer durch Europa aggressiv.
Das Segelboot Bright Future war von England nach Frankreich unterwegs, als es sich dem Kriegsschiff nach Angaben der Besatzung auf etwa 500 Meter näherte. Das Rentner Ehepaar an Bord kritisierte die Warnschüsse als ungerechtfertigt und schilderte den Vorfall als surreal. Die russische Seite erklärte dagegen, die Jacht habe sich gefährlich angenähert und auf Kontaktversuche nicht reagiert.
Der Vorfall ereignete sich etwa 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight kurz außerhalb der britischen Hoheitsgewässer. Nach britischen Angaben war die russische Fregatte offenbar nicht mit Motorkraft unterwegs, sondern trieb durch den Ärmelkanal. Das britische Verteidigungsministerium erklärte, die Schüsse seien nicht auf die Jacht gerichtet gewesen, sondern hätten einen Zusammenstoß verhindern sollen.
