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Ungarns Parlamentspräsidentin setzt auf Respekt und Dialog

Ungarns Parlamentspräsidentin Agnes Forsthoffer hat in einer Rede zu mehr Respekt und weniger Hass im Parlament aufgerufen. Sie kritisierte, dass Abgeordnete Debatten filmen und daraus Schmähvideos im Netz machen. Übermäßige Geldstrafen lehnte sie ab, betonte aber, Menschenverachtung dürfe es nicht geben. Ihre Rede löste im Parlament langen Applaus aus.

Forsthoffer, seit dem 9. Mai 2026 Parlamentspräsidentin und zeitweise auch Interims Staatspräsidentin, gilt als ungewöhnliche neue Figur der ungarischen Politik. Die frühere Hotelmanagerin aus Balatonfüred hat sich mit ihrem ruhigen Auftreten und dem Verzicht auf Machtinsignien ein positives Image aufgebaut. Beobachter sehen in ihr eine Politikerin, die gesellschaftliche Spaltungen überwinden könnte.

Die Tisza Politikerin ließ am Europatag die Europa Fahne wieder am Parlamentsgebäude hissen. Ende Juni entzog sie Ministerpräsident Peter Magyar während einer Debatte das Wort, weil er nicht beim Thema blieb. Forsthoffer sagte, sie wünsche sich ein heiteres Ungarn mit mehr Vertrauen in den Staat, sozialer Sicherheit und mehr Menschlichkeit im öffentlichen Leben.

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