Ungarn: Wird nun auch für die Roma alles besser?
|

Ungarn: Wird nun auch für die Roma alles besser?

Mit dem Regierungswechsel in Ungarn hat Ministerpräsident Peter Magyar ein Zeichen für die Roma gesetzt. Beim feierlichen Auftakt des neuen Parlaments in Budapest traten Roma Kinder mit traditionellen Instrumenten auf, später sang auch die lesbische Roma Sängerin Ibolya Olah. Magyar hatte beide Auftritte persönlich eingeladen.

Für viele Roma gilt der Moment als wichtiger Bruch mit der Zeit unter Viktor Orban. In Magyars Fraktion sitzen vier Roma Abgeordnete, einer von ihnen wurde zum stellvertretenden Parlamentspräsidenten gewählt. Magyar hat sich mehrfach gegen Antiziganismus ausgesprochen und die rechtsextreme Partei Mi Hazank öffentlich gerügt, weil ihre Abgeordneten den Saal während des Auftritts der Kinder verließen.

Viele Roma sehen den Kurswechsel dennoch mit Zurückhaltung. Sie verweisen darauf, dass in der Regierung bislang kein Rom und keine Romni ein Staatssekretärsamt übernommen hat. Magyars Partei verspricht, Schulsegregation zu beenden, kommunale Arbeitsprogramme umzubauen und bessere Wohn und Gesundheitsbedingungen zu schaffen.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert