Ölkrise: Wie ein kleines Dorf bei Berlin energieautark wurde
|

Ölkrise: Wie ein kleines Dorf bei Berlin energieautark wurde

Im brandenburgischen Feldheim leben 130 Menschen seit Jahren mit dauerhaft niedrigen Energiepreisen. Das Dorf blieb auch während der Energiekrise weitgehend von stark steigenden Strom und Heizkosten verschont. Während Strom in Deutschland zeitweise im Schnitt rund 45 Cent pro Kilowattstunde kostete, lag der Preis in Feldheim stabil bei weniger als der Hälfte.

Möglich wurde das durch einen frühen Ausbau erneuerbarer Energien. Anfang der 1990er Jahre ließ der Ingenieurstudent Michael Raschemann dort zunächst vier Windräder errichten. Später kamen eine Biogasanlage, eine Solaranlage, ein Batteriespeicher und ein eigenes Wärme und Stromnetz hinzu. Mehr als 99 Prozent der erzeugten Energie werden ins deutsche Stromnetz eingespeist, ein kleiner Teil wird vor Ort genutzt.

Die Bewohner investierten gemeinsam in die Infrastruktur. Heute zahlen sie 12 Cent pro Kilowattstunde, im bundesweiten Schnitt sind es 35 Cent. Feldheim gilt als Vorzeigeprojekt und bietet Schulungen und Führungen an.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert