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UN-Bericht: Neue Drogen überschwemmen den Markt

Neue synthetische Drogen überschwemmen nach Angaben der Vereinten Nationen den Markt. UNODC Direktorin Monica Juma sprach von einem beispiellosen Anstieg neuer Drogenarten. Einige der Stoffe seien wirksamer oder gefährlicher als frühere Substanzen. Die Folgen reichten von Millionen vorzeitigen Todesfällen und verlorenen Lebensjahren bis zu mehr Gewalt und wirtschaftlichen Verzerrungen durch Drogenkartelle.

Die Produzenten arbeiteten dem Bericht zufolge weiter an neuen synthetischen Stoffen, um Vorschriften zu umgehen oder einen Fund zu erschweren. Im Berichtsjahr 2024 seien fünfmal mehr Drogenarten sichergestellt worden als vier Jahre zuvor. Zugleich blieb Cannabis das mit Abstand verbreitetste Rauschmittel, gefolgt von Opioiden, Amphetaminen, Kokain und Ecstasy.

Bei Cannabis registrierte UNODC im vergangenen Jahrzehnt einen Anstieg der Konsumentenzahl um 40 Prozent, außerdem erreichten die Beschlagnahmungen 2024 einen historischen Höchststand. Bei Opioiden verlagere sich der Markt von pflanzlichen zu synthetischen Stoffen. Die Kokainproduktion habe sich in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Deutschland gilt zudem als einer der wichtigsten Umschlagplätze für Ketamin in Europa.

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