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Ukrainische Freiwillige in Russlands Armee zur Propaganda

Russische Staatsmedien präsentieren seit Anfang 2023 Einheiten aus früheren ukrainischen Kriegsgefangenen als sogenannte ukrainische Freiwillige. Dazu zählt das Krywonis Bataillon, das nach Angaben russischer Medien später in einer Spezialkräftebrigade zusammengeführt wurde. Seine genaue Größe ist unklar, Schätzungen liegen bei rund 200 Mann. Der ukrainische Sender Suspilne identifizierte mehr als 30 Mitglieder und bestätigte, dass sie 2023 und 2024 in russische Gefangenschaft geraten waren.

Mehrere ehemalige Gefangene schildern massiven Druck in russischer Haft. Der ukrainische Oberleutnant Pawlo Olijnyk sagte, er habe dem Beitritt zur Einheit zugestimmt, um zu fliehen. Er berichtete von Schlägen, Elektroschocks und psychischer Gewalt. Auch andere frühere Gefangene berichten von Verhören, Zwang und Versuchen, sie zur Zusammenarbeit mit russischen Diensten zu bewegen.

Experten und Menschenrechtsvertreter sprechen von Propaganda und zweifeln an einer freiwilligen Rekrutierung. Gleichzeitig verweisen ukrainische Stellen auf Strafverfahren gegen einzelne Mitglieder solcher Formationen, was nach ihrer Darstellung für einen freiwilligen Seitenwechsel sprechen könne.

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