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Ukraine: Was Aufrufe zu Friedensgesprächen bezwecken

Drei bekannte ukrainische Politiker haben dazu aufgerufen, den Krieg mit Russland durch Verhandlungen zu beenden. Parlamentsabgeordneter Oleksij Hontscharenko von der Partei Europäische Solidarität sprach sich für Gespräche über Neutralität, einen Verzicht auf den NATO Beitritt, Sanktionen sowie den Status der russischen Sprache und Kirche in der Ukraine aus. Auch Danylo Hetmanzew von der Regierungspartei Diener des Volkes nannte Verhandlungen und Frieden als oberste Priorität.

Präsident Wolodymyr Selenskyj mahnte zur Geschlossenheit und warnte davor, Panik zu schüren. Die Fraktion Europäische Solidarität schloss Hontscharenko daraufhin aus ihren Reihen aus und verwies auf abweichende Positionen. Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, betonte zugleich, Frieden müsse auf Verteidigungsfähigkeit und Garantien der Partner beruhen.

Eine Umfrage des Kyjiwer Internationalen Instituts für Soziologie zeigt, dass 75 Prozent der Ukrainer Verhandlungen mit Russland befürworten. 69 Prozent würden einen sofortigen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinie unterstützen, wenn die Ukraine besetzte Gebiete nicht als russisch anerkennt und weiter auf EU und NATO zugeht.

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