Ukraine Oligarchen im Luxus Exil: Die goldenen Zeiten des Monaco Bataillons sind vorbei
Mehrere ukrainische Oligarchen, die sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs an der Côte d’Azur aufhalten, stehen stärker unter Druck. Auslöser ist unter anderem der Anschlag auf den Unternehmer Wadym Jermolajew in Monaco, bei dem er, seine Partnerin und ihr 13 jähriger Sohn schwer verletzt wurden. Die Behörden ermitteln in dem Fall, der auch den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR betreffen soll.
Zu den bekannten Namen des sogenannten Monaco Bataillons zählen neben Jermolajew auch Rinat Achmetow, Wiktor Pintschuk, die Brüder Hryhorij und Ihor Surkis sowie Serhij Ljowotschkin. Einige von ihnen wurden wegen ihrer politischen oder geschäftlichen Verbindungen in der Ukraine kritisiert. Achmetow unterstützt nach eigenen Angaben Armee, Zivilbevölkerung und Wiederaufbau mit umgerechnet rund 340 Millionen Euro und hat zugleich teure Immobilien in Monaco und auf der Halbinsel Saint Jean Cap Ferrat erworben.
Nach Recherchen und den daraus folgenden Ermittlungen sind die Reaktionen auf das Leben der Superreichen im Exil deutlich schärfer geworden. Der ukrainische Botschafter in Frankreich schätzt, dass heute nur noch 20 bis 30 von ihnen an der Riviera leben.
