Krise oder Wende? Deutschlands Chemiebranche kämpft
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Krise oder Wende? Deutschlands Chemiebranche kämpft

Deutschlands Chemieindustrie steht weiter unter Druck. Hohe Energiekosten, strengere Regulierung, schwache Konjunktur und wachsender internationaler Wettbewerb belasten die Branche, die zu den wichtigsten Säulen der deutschen Wirtschaft zählt und direkt rund eine halbe Million Menschen beschäftigt.

Der Verband der Chemischen Industrie meldete für 2025 einen Umsatz von 220 Milliarden Euro, das sind 22 Prozent weniger als 2022. Eine Trendwende sieht der Verband nicht, eher drohen Stagnation oder weitere Rückgänge. Besonders problematisch sind die hohen Erdgaspreise, die seit dem Ukraine Krieg deutlich gestiegen sind und sich durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zeitweise erneut verteuert haben.

Viele Unternehmen haben Investitionen verschoben, ihre Produktion gedrosselt und Arbeitsplätze abgebaut. Seit 2022 gingen in der Branche mehr als 13.000 Stellen verloren. Experten halten eine vollständige Verlagerung ins Ausland zwar für unwahrscheinlich, warnen aber vor weiteren Abwanderungstendenzen, falls sich die Bedingungen nicht verbessern. Die Bundesregierung plant deshalb eine Subventionierung der Stromkosten und setzt sich für eine Reform des europäischen Emissionshandels ein.

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