Tschechien plant Staustufe: Schnellere Durchfahrt auf der Elbe
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Tschechien plant Staustufe: Schnellere Durchfahrt auf der Elbe

Tschechien will kurz vor der deutschen Grenze an der Elbe eine Staustufe bei Děčín bauen, um Güterschiffen die Durchfahrt zu erleichtern. Der Abschnitt gilt bei Niedrigwasser als Nadelöhr, weil die Fahrrinnentiefe für viele Frachtschiffe nicht ausreicht. Besonders für schwere und sperrige Güter ist der Transport auf dem Wasserweg oft die einzige Möglichkeit.

Die Pläne liegen seit Jahrzehnten vor, waren aber wegen des Umweltverfahrens lange blockiert. Nun drängt die tschechische Regierung auf eine schnellere Umsetzung. Vorgesehen ist kein massiver Damm, sondern ein bewegliches Wehr aus drei Stahlfeldern, das niedriger ausfallen soll als frühere Entwürfe. Der Baubeginn ist für den Spätsommer 2029 geplant, die Fertigstellung drei Jahre später. Die Kosten werden auf sechs bis acht Milliarden Kronen, rund 300 Millionen Euro, geschätzt.

Sachsen prüft die überarbeitete Planung offener als früher, Umweltverbände bleiben skeptisch. Sie verweisen auf Folgen für Lebensräume, Wanderfische und Wasserqualität. Nach dem Bau könnte der Abschnitt deutlich länger nutzbar sein, eine ganzjährig verlässliche Verbindung wäre aber auch dann nicht garantiert.

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