Trump Route im Kaukasus: Investor mit russischen Wurzeln
Ein russisch amerikanischer Unternehmer mit russischen Wurzeln rückt im Südkaukasus immer stärker in den Fokus. Konstantin Sokolov wurde Mitte Juli an die Spitze eines neuen Investitionsfonds des US Außenministeriums berufen, der im US Register als Trans Caspian Enterprise Fund geführt wird. Der Fonds TRIPP+ verfügt über ein Startkapital von mehr als 200 Millionen US Dollar und soll in den Ländern des Südkaukasus und Zentralasiens investieren.
Das Geld soll auch das Infrastrukturprojekt TRIPP finanzieren, das als Trump Route bekannt ist. Der Transitkorridor soll Aserbaidschan über armenisches Gebiet mit der Exklave Nachitschewan verbinden und ist Teil des Friedensdeals, den Baku und Jerewan im August 2025 unter Vermittlung der USA unterzeichneten. Experten sehen darin auch einen Versuch Washingtons, Handelswege zu schaffen, die Russland und den Iran umgehen.
Sokolov hatte zuvor bereits in Armenien investiert, unter anderem in den Telekommunikationsanbieter Viva Armenia und die armenische Tochter von Rostelekom. In Armenien wird zugleich über seinen raschen Aufstieg und seine Nähe zu Donald Trump diskutiert. Prangereifen an dem Projekt vor allem Oppositionspolitiker, die in der Trump Route ein Sicherheitsrisiko für Armenien sehen.
