Pflegekassen im ersten Halbjahr mit einem Minus von 770 Millionen Euro
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Pflegekassen im ersten Halbjahr mit einem Minus von 770 Millionen Euro

Die Pflegekassen haben im ersten Halbjahr ein Defizit von 770 Millionen Euro verzeichnet. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, der auch die Pflegekassen vertritt, warnte vor einer akuten Finanznot und rechnet schon im Oktober mit dem Punkt, an dem die Einnahmen nicht mehr für die vollständige Finanzierung der Pflegeleistungen ausreichen.

Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein Minus von 1,2 Milliarden Euro, trotz eines Bundesdarlehens von 3,2 Milliarden Euro. Von Januar bis Ende Juni stiegen die Ausgaben der Pflegeversicherung um elf Prozent auf 39,5 Milliarden Euro, während die Beitragseinnahmen nur um 3,9 Prozent zunahmen. Die gesamten Einnahmen legten auf 38,7 Milliarden Euro zu.

Verbandschef Oliver Blatt forderte eine schnelle Stabilisierung der Finanzen und eine strukturelle Reform. Für 2027 sieht der Verband einen zusätzlichen Bedarf von zehn Milliarden Euro. Als Gründe nennt er vor allem die steigende Zahl der Leistungsbeziehenden und höhere Zuschläge für Heimbewohnerinnen und Heimbewohner.

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