Trümmer und Trotz: Kyjiw nach dem schwersten Angriff bislang
Russische Streitkräfte haben Kyjiw in der Nacht zu Donnerstag nach ukrainischen Angaben mit dem bislang schwersten Luftangriff seit Beginn des Krieges getroffen. Dabei wurden mindestens 22 Menschen getötet, weitere 85 verletzt. Zu den Opfern zählen auch zwei Kinder. In mehreren Stadtteilen wurden Dutzende Wohnhäuser zerstört oder beschädigt.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj traf der Angriff vor allem gewöhnliche Wohngebäude. Zerstört worden seien auch eine Rettungswache, ein wissenschaftliches Institut, ein Hotel und mehrere Betriebe. Die EU Botschafterin in der Ukraine sprach von einem Angriff auf ein Hotel, in dem zahlreiche Diplomaten wohnten.
Der Luftalarm dauerte von 1. Juli, 19.52 Uhr, bis 2. Juli, 7.15 Uhr und damit länger als jeder andere seit Kriegsbeginn. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten fast 500 Drohnen und 74 Raketen. Rund 600 Rettungskräfte waren in Kyjiw im Einsatz. Mehr als 52.000 Menschen suchten Schutz in U Bahn Stationen. Für den 3. Juli ordneten die Behörden Trauer an.
