Tourismus in Portugal wächst nicht
Portugals Tourismusbranche verzeichnet in diesem Sommer eine gemischte Bilanz. Die Besucherzahlen stagnieren, zugleich geben Urlauber weniger locker Geld aus als in den vergangenen Jahren. In Porto beobachtet die Hotelbesitzerin Sofia Maia weniger Menschenmassen und weniger volle Restaurants, bei der Bettenauslastung klagt sie aber nicht über Probleme.
Nach kräftigen Zuwächsen in den vergangenen Jahren hat sich das Wachstum deutlich verlangsamt. 2024 stieg die Zahl der Besucher noch um 9,3 Prozent, 2025 kamen bislang nur 3,3 Prozent ausländische Gäste mehr. Im ersten Halbjahr wurden in der Algarve 3,1 Prozent mehr Besucher, zwei Prozent mehr Übernachtungen und 7,7 Prozent mehr Einnahmen registriert.
Jährlich kommen rund 30 Millionen Ausländer nach Portugal, darunter vor allem Briten und Deutsche. Ökonomen sehen die Grenzen des Wachstums erreicht. Gleichzeitig steigen die Preise weiter, etwa für Strandliegen oder Restaurantbesuche. Die Branche setzt daher stärker auf höherwertige Angebote statt auf weiteren Massentourismus.
