Südafrikas Präsident räumt Versäumnisse bei Gewalt gegen Frauen ein
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat nach einer Reihe von Morden an Frauen Versäumnisse im Kampf gegen geschlechtsbezogene Gewalt eingeräumt. In einer Fernsehansprache sprach er von tiefem Schmerz und nationaler Schande und sagte, die Wut der Frauen sei gerechtfertigt. Auch er teile diese Wut.
In der Region Ekurhuleni bei Johannesburg wurden in den vergangenen Wochen mindestens elf Frauen getötet. Ob die Taten miteinander zusammenhängen, ist noch unklar. In drei Fällen sitzen Verdächtige in Haft. Ramaphosa erinnerte daran, dass Gewalt gegen Frauen seit Jahren zu den größten Problemen des Landes gehört und frühere Maßnahmen nicht ausgereicht hätten.
Die Regierung kündigte neue Schritte an, darunter die Aufarbeitung ungelöster Fälle, mehr sichtbare Polizei, schnellere Forensik und Sicherheitsprüfungen in allen Kommunen. Bürgerrechtsorganisationen und Angehörige der Opfer reagierten zurückhaltend und warfen der Regierung vor, grundlegende Maßnahmen schon lange zu spät umgesetzt zu haben.
