Südafrika: Ausländerfeindlichkeit zwingt Migranten zur Flucht
Wegen eskalierender Ausländerfeindlichkeit in Südafrika sind zahlreiche Migranten in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt. Zu ihnen gehört Glenda Banda aus Sambia, die mit ihrem Baby und wenigen Habseligkeiten die Heimreise antreten musste. Auch Bernadette Mwelwa kehrte nach mehr als 20 Jahren in Südafrika nach Sambia zurück, nachdem sie nach eigenen Angaben ihre Existenzgrundlage und ihr Eigentum verloren hatte.
Mehrere afrikanische Regierungen, darunter Nigeria, Mosambik und Ghana, äußerten sich besorgt über Angriffe auf ihre Staatsangehörigen. Einige Länder organisierten Flüge und Busse für Rückkehrer. Nach Angaben der Vereinten Nationen und der Internationalen Organisation für Migration steht der Schutz der Migranten im Mittelpunkt, zugleich müsse die Lage rasch beruhigt werden.
In Südafrika kommt es seit Jahren immer wieder zu ausländerfeindlicher Gewalt. Behörden und Experten sehen hinter den Spannungen auch Arbeitslosigkeit, Armut und Probleme bei der Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen.
