Studie: Mehr junge Menschen sammeln Drogenerfahrungen
Die Zahl junger Menschen in Deutschland, die mindestens einmal illegale Drogen ausprobiert haben, ist gestiegen. In einer repräsentativen Umfrage des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit gaben 18,7 Prozent der befragten 18 bis 25 Jährigen an, bereits Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge gemacht zu haben. 2023 lag dieser Wert noch bei 13,5 Prozent.
Bei den Männern in dieser Altersgruppe lag der Anteil mit knapp 24 Prozent fast doppelt so hoch wie bei den Frauen. Auch unter 12 bis 17 Jährigen nahm der Anteil zu, von 1,5 Prozent im Jahr 2003 auf 2,5 Prozent. Besonders deutlich fiel der Anstieg beim Kokainkonsum aus.
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, zeigte sich alarmiert. Er warnte vor leichter zugänglichen und potenteren Substanzen sowie vor einer Verharmlosung der Risiken durch digitale Kanäle. Kokain könne schnell abhängig machen und schwere gesundheitliche Schäden verursachen.
